Kürbis-Surprise-Kuchen und Cakepops

Huhu Ihr Lieben!

Ich bin nach einem traumhaften Urlaub aus der Türkei zurückgekehrt und muss feststellen, dass hier zu Hause jetzt wirklich der Herbst eingekehrt ist. Ganz schön kalt geworden! Aber der Herbst hat ja auch wunderschöne Seiten und auf die freue ich mich schon total. Ein Beispiel dafür ist auf jeden Fall die Kürbisernte! Ich bin ein riesiger Fan von den leuchtend orangenen Leckerbissen und versuche sie auf immer neue Arten zuzubereiten. Ob klassisch als Suppe oder als Gemüsebeilage, als Belag von Flammkuchen, als Pumpkin Pie, in einem Crumble oder im Dessert als Mousse oder Eis…

Einen super Anlass um ein neues Kürbisrezept auszuprobieren habe ich dieses Wochenende beim Herbst-Brunch mit der Familie gefunden! Bei so vielen Essern konnte ich sogar zwei verschiedene Kürbis-Leckereien mitbringen, und das zweite Rezept nimmt sogar die übriggebliebenen Reste des ersten Rezepts auf…



Wir beginnen mit einem saftigen, würzigen Kürbiskuchen mit herbstlicher Überraschung im Inneren! Beim Anschneiden zeigt sich nämlich ein dunkles Herbstblatt deutlich abgehoben vom leuchtend orangenen Kürbiskuchen.

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Man nehme:

… für den Gewürz- / Glühweinkuchen (Blätter im Inneren)

200g weiche Butter

200g Zucker

3 Eier (M)

1 Tasse Glühwein (oder ersatzweise Fruchtpunsch)

400g Mehl

1 Päckchen Backpulver

3 Esslöffel Kakao

1 Teelöffel Lebkuchengewürz

Etwas Vanille

Ausstecher in Form eines Herbstblattes (oder eines anderen Motivs)

… für den Kürbiskuchen (orange)

250 g Kürbispüree

115 g weiche Butter / Rama

185 g brauner Zucker

3 Eier (M)

1 Teelöffel Orangenabrieb

60 ml Orangensaft (mild)

230 g Mehl

1 Teelöffel Natron

1/2 Teelöffel Backpulver

1 Prise Salz

1 Teelöffel Spekulatius-Gewürz


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Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen und eine Kastenform fetten.

Butter und Zucker gemeinsam luftig aufschlagen, Eier dazugeben. Den Glühwein dazu gießen und rühren, bis sich alles gut verbunden hat. Mehl, Backpulver, Kakao und Gewürze in einer separaten Schüssel vermischen, dann ebenfalls dazugeben. Den fertigen Teig in die gefettete Kastenform geben und etwa 55 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe testen, ob alles durchgebacken ist. Dann herausholen und nach 10 Minuten aus der Form stürzen. Auskühlen lassen.

Jetzt muss der Kuchen aufgeschnitten werden. Schneidet Scheiben in der Dicke Eures Ausstechers ab, legt diese auf eine flache Unterlage und stecht mittig Euer gewünschtes Motiv (in diesem Fall ein Herbstblatt) aus. Nehmt den restlichen Teig um das Förmchen herum ab und sammelt ihn in einer großen Schüssel. Löst das ausgestochene Motiv dann vorsichtig aus dem Ausstecher und sammelt dieses auf einer Platte. Verfahrt so für den ganzen Kuchen.

Jetzt geht es an den zweiten Kuchen.

Heizt dafür wieder den Ofen auf 180°C (Umluft) auf und fettet die (ausgepülte) Kastenform erneut.

Wir brauchen für diesen Teig Kürbispüree. Nehmt dafür am besten einen kleineren Hokkaido-Kürbis, schneidet diesen klein und kocht ihn in etwas Wasser weich. Püriert dann das Kürbisfleisch und streicht es, wenn nötig, noch einmal durch ein Sieb, um Stückchen zu vermeiden. Wiegt davon dann 250g ab und stellt es beiseite.

Die Butter wird mit dem braunen Zucker schaumig aufgeschlagen. Dann kommen die Eier dazu. Vermischt das Kürbispüree in einer separaten Schüssel mit Orangensaft und -abrieb, bis eine homogene Masse entsteht. Gebt diese dann zum Butter-Zucker-Eier-Gemisch. Mischt jetzt noch Mehl, Natron (wer keines hat, nimmt einfach insgesamt 1 ½ Teelöffel Backpulver), Backpulver, Salz und das Spekulatiusgewürz und gebt alles zum Teig. Schlagt alles noch einmal schön auf, bis die Masse sich komplett verbunden hat.

Jetzt wird es etwas kniffliger. Gebt zunächst eine dünne Schicht Teig in die Kastenform, gerade soviel, dass der Boden überall bedeckt ist. Streicht dann noch jeweils einen Esslöffel Teig an die schmalen Stirnseiten der Form. Jetzt kommen die ausgestochenen Blätter aus dunklem Teig zum Einsatz. Fangt an einer Seite an und lehnt das erste Blatt an die teigbestrichene Stirnseite an. Stellt dann alle anderen Blätter dicht an dicht hintereinander, bis sich ein Strang Blätter durch die ganze Form zieht und an der hinteren Wand abschließt.

Füllt jetzt den übrigen Kürbiskuchenteig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle. So lässt er sich leichter verteilen. Füllt die Hohlräume neben den Blättern mit Teig und bedeckt diese vollständig, sodass nichts mehr herausschaut.

Gebacken wird das Ganze wieder für etwa 55 Minuten.

Nehmt ihn danach heraus, stürzt ihn nach etwa 10 Minuten und lasst ihn auskühlen.

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Aber Halt! Da war doch noch was… Wir haben ja noch den überschüssigen Teig des dunklen Gewürzkuchens übrig. Was man damit zum Beispiel anstellen kann, zeige ich Euch jetzt:

Man nehme:

… für etwa 20 Cakepops:

den übrigen Teig des Gewürzkuchens

150g Frischkäse (Doppelrahmstufe)

100ml Orangensaft (mild)

20 Cakepop-Stiele

2 Packungen Candy Melts (gelb und rot)

20 Pistazienkerne

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Zerbröselt zuerst den Teig, bis Ihr eine sandige Konsistenz ohne größere Klümpchen habt. Gebt dann nach und nach Frischkäse und Orangensaft dazu und knetet alles unter bis die Konsistenz für Cakepops passt. Die Masse sollte nicht an den Fingern kleben, aber sich gut zu Bällchen formen lassen, die nicht zerfallen. Genau das macht Ihr dann auch. Die Größe ist Geschmackssache, allerdings sollte man bei zu großen Cakepops aufpassen, da diese leicht von den Stielen plumpsen können. Lieber etwas Kleinere, davon kann man auch mehr naschen. Ihr könnt den Bällchen auch noch eine typische Kürbisform geben, also oben und unten kleine Mulden reindrücken und von oben nach unten verlaufende Kerben einziehen, wenn Ihr mögt. Legt die Bällchen dann auf einen flachen Teller und lasst sie einige Stunden gut durchkühlen.

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Schmelzt dann die Candy Melts in der Mikrowelle und mischt Euch aus gelb und rot ein schönes Kürbis-Orange zusammen. Taucht die Stiele jeweils einmal in die flüssige Masse und steckt sie dann aufrecht in die Bällchen. So klebt der Stiel besser im Bällchen und außerdem entsteht unten eine Art Propfen, der das Bällchen später am Herunterrutschen hindert. Jetzt wieder mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde kühlen.

Die Glasur (Candy Melts) gegebenenfalls noch einmal erwärmen, falls sie wieder fest geworden sein sollte. Taucht jetzt die Bällchen am Stiel kopfüber in die Glasur und dreht sie sofort um. Lasst durch ständiges Drehen die überschüssige Glasur abtropfen und setzt eine Pistazie oben auf den kleinen Kürbis. Steckt die Cakepops jetzt entweder in dafür vorgesehene Ständer (1 Euro Markt) oder bastelt Euch so einen selbst aus Styropor oder Ähnlichem.

Wenn die Glasur fest geworden ist, kann man die Cakepops auch prima liegend transportieren, zum Servieren machen sie sich in Vasen, Milchflaschen oder eben Ständern besonders gut.

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Und jetzt viel Spaß beim Nachbacken und beim herbstlichen Schlemmen!

Bis bald und liebste Grüße,

Eure Laura

    von glueckistbackbar

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