Weltbeste Butterplätzchen

Hallo und willkommen zurück in der Weihnachtsbäckerei!

Mal ganz ehrlich, was ist für Euch der absolute Klassiker unter den Weihnachtsplätzchen? Das Rezept, das in Eurer Familie schon über viele Generationen weitergereicht wird, die Sorte, die im Advent auf keinem Plätzchenteller und in keiner Keksdose fehlen darf?

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Für mich sind auf jeden Fall: Butterplätzchen!

Wahrscheinlich die simpelste Version von Weihnachtsplätzchen und trotzdem seit so langer Zeit ein Klassiker, besonders zum Backen mit Kindern, die besonders das Ausstechen und Dekorieren später begeistert übernehmen.

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Ich war als Kind und bin noch heute in der glücklichen Lage, eine Oma zu haben, die mit mir backt und kocht und mir ihre geheimen Tricks und Familienrezepte gerne weitergibt. Besonders Butterplätzchen haben wir jedes Jahr traditionell zusammen gebacken und ich habe gelernt, wie man den Teig knetet, ihn gleichmäßig ausrollt, ohne, dass er zerreißt oder bricht und wie man möglichst viele Plätzchen aus dem ausgerollten Teig aussticht. War das Blech dann voll und die Plätzchen durften in den Ofen, saß ich immer im Schneidersitz vor der Scheibe der Ofentür und guckte gespannt beim Backen zu.

Klingelte dann endlich die Küchenuhr und die Tannenbäumchen und Sterne, Engel, Herzen, Schneemänner und Rentiere waren fertig, durfte ich sie mit bunter Zuckerschrift, Schoko-Linsen, Sprinkles, Zuckerguss oder Schokolade bunt verzieren. Ich war jedes Mal sehr stolz auf meine Kunstwerke. Besonders die aufwendig mit bunten Kugeln bemalten Plätzchen-Weihnachtsbäume blieben immer bis kurz vor Weihnachten übrig, weil keiner sich traute, sie aufzuessen…

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Auch heute noch backe ich Butterplätzchen immer als eine der ersten Sorten im Advent, weil wegen des wunderbar buttrigen Geschmacks und der zarten Textur, die im Mund fast von selbst zergeht, meistens eine Dose nicht bis Weihnachten ausreicht und ich nochmal nachbacken muss.

Wenn Ihr jetzt Appetit bekommen habt, auf die besten Butterplätzchen nach dem Rezept meiner Familie, dann geht es hier weiter:


Für etwa 4 Bleche nehme man:

500g (Dinkel-)Mehl

110g Butterschmalz

250g Butter, keine Margarine, zimmerwarm

170g Puderzucker, kein Kristallzucker

3 Eigelb (M)

3 Esslöffel Weißwein

½ Teelöffel Vanille (gemahlen), ersatzweise Vanille-Zucker


außerdem:

Backblech(e)

Backpapier

Nudelholz

Mehl zum Ausrollen

verschiedene Weihnachts-Ausstechförmchen

ein tiefer Teller voll Zimt-Zucker-Mischung


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Die Zubereitung des Teiges ist wirklich total einfach: Gebt alle Zutaten gemeinsam in eine große Schüssel und lasst den Knethaken alles schön vermengen. Wenn der Teig zu einer glatten, homogenen Masse geworden ist, die sich vom Rand der Schüssel lösen lässt, dann formt eine Kugel und schlagt diese großzügig in Frischhaltefolie ein. Lasst den Teig unbedingt über Nacht im Kühlschrank durchziehen, nur so lässt er sich später gut ausrollen.

Und ich kann Euch versprechen: Dieser Teig lässt sich fantastisch ausrollen, reißt nicht und klebt nicht übermäßig am Nudelholz.

Am nächsten Tag kann der Ofen auf ca. 160°C (Umluft) vorgeheizt werden und zwei Backbleche mit Backpapier ausgelegt werden.

Bestreut eine saubere Arbeitsfläche mit etwas Mehl. Nehmt eine Portion des Teiges (etwa ein Drittel) aus dem Kühlschrank und knetet sie mit den Händen nochmal etwas geschmeidig. Gebt den Teig dann auf die Arbeitsplatte, bestäubt das Nudelholz mit Mehl und rollt den Teig gleichmäßig in alle Richtungen aus, bis ihr etwa 2mm Dicke erreicht. Das ist ein bisschen Gefühlssache und kommt mit der Zeit und viel Übung. Taucht dann Eure Ausstechförmchen ebenfalls kurz in Mehl und stecht zunächst solange aus, bis kein Platz mehr ist. Hebt dann die ausgestochenen Plätzchen mit einem flachen Messer oder noch besser einer Teigkarte vorsichtig an und legt sie mit wenig Abstand auf das vorbereitete Blech. Wenn das Blech voll ist, kann es für 8 Minuten in den Ofen. Dann wird es einmal gedreht, damit alle Plätzchen gleichmäßig braun werden und nach weiteren 4-5 Minuten können die Plätzchen herausgenommen können. Perfekt sind sie, wenn die Oberfläche eine goldene Farbe angenommen hat und die Ränder leicht hellbraun werden. Lasst das heiße Blech noch 2 Minuten stehen, bevor ihr die Plätzchen vorsichtig von beiden Seiten in einem tiefen Teller mit Zimt-Zucker schwenkt. Wenn sie noch warm sind, haftet der Zucker nämlich wunderbar.

Verfahrt so, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

Wer keinen Zimt-Zucker mag, kann die Plätzchen natürlich auch anderweitig verzieren oder pur genießen.



Ganz viel Freude beim Plätzchenbacken!

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Liebste Grüße,

Eure Laura von glueckistbackbar

3 Kommentare zu „Weltbeste Butterplätzchen

  1. Nächste Woche geht es bei mir auch los mit der Weihnachtsbäckerei. 🙂 Ich bin gespannt, ob sich meine Oma zu einem neuen Rezept hinreißen lässt. Der Weißwein im Rezept ist für mich nämlich neu. Wirkt er sich nur geschmacklich aus? Oder bringt er noch andere Vorteile?

    Die Plätzchen sehen auf jeden Fall super lecker aus. 🙂 Bei uns im Schwäbischen sind das einfach nur „Ausstecherle“.

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Evi,

      der Weißwein macht den Teig schön geschmeidig beim Ausrollen und mürbe nach dem Backen, hilft also hauptsächlich bei der Konsistenz. Geschmacklich merkt man ihn nur ein bisschen, er gibt so das gewisse Etwas :). Ich bin sehr gespannt, ob die Oma sich von etwas Neuem überzeugen lässt und wünsche Euch ganz viel Spaß beim Plätzchenbacken!

      Ganz liebe Grüße,
      Laura

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