Willkommen Ihr Lieben,

wie ich Euch ja hier schon berichtet habe, durfte ich dieses Jahr einen traumhaften Kurzurlaub in Yorkshire, England verbringen. Die vielen neuen Geschmäcker, Düfte und Rezepte, die ich davon mitgenommen habe, wollte ich unbedingt mit Euch teilen.

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Ich habe mir dort natürlich auch ein Backbuch mitnehmen müssen… 😉 Da in den letzten Wochen aber immer andere Backwerke dazwischen kamen (Geburtstagstorte, Examens-Abschlussparty-Torte…), bin ich Euch die versprochenen britischen Leckereien schuldig geblieben.

Das ändern wir hiermit: Ich präsentiere Euch meine allerersten Hot Cross Buns!

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Dieses traditionelle Gebäck wird normalerweise zu Ostern, genauer gesagt zu Karfreitag serviert, womit sich auch das angedeutete Kreuz auf der Oberseite erklärt. Ich habe mich entschieden, dieses nicht noch extra mit Glasur nachzuspritzen, da ich die süßen Brötchen ja im Herbst gebacken habe.

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Geschmacklich erinnert das Hefegebäck stark an Rosinenbrötchen. Flaumig-weiche, süße Brötchen mit Korinthen (bäh!) Rosinen. Die Besonderheit an der britischen Variante sind allerdings die Gewürze: Kardamom, Muskat, Nelken, Zimt und Piment geben den süßen Teilchen ihren unverwechselbaren Geschmack, der mich eben eher an Herbst als an Ostern erinnert. Und mit weihnachtlich-anmutenden Gewürzen kann ich sowieso nicht früh genug im Jahr anfangen 🙂

Für den hübschen Glanz habe ich sie nach dem Backen noch aprikotiert, oder besser gesagt „birnisiert“… Aprikosen-Konfitüre hatte ich keine mehr im Haus, dafür aber welche aus Birnen, sogar selbstgemacht. Das hat auch wunderbar funktioniert.

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Wie Ihr die kleinen Gewürzbomben nachbacken könnt, erfahrt Ihr hier:

Für etwa 12 Stück braucht Ihr:

200ml (Soja-)Milch

1/2 Würfel frische Hefe

500g (Dinkel-)Mehl

75g braunen Zucker

75g weißen Zucker

1 Prise Salz

Gewürze nach Belieben, etwa 1/2 Teelöffel

  • Zimt
  • Muskat
  • Kardamom
  • Nelken
  • Vanille
  • Piment

1 Bio-Ei

75g weiche, nicht flüssige Butter

Rosinen, je nach Bedarf

etwas (Soja-)Milch

etwas Aprikosenmarmelade (oder Birne…)


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Zunächst erwärmt Ihr die Milch vorsichtig, bis sie maximal lauwarm ist! Die Hefe mag zu große Hitze gar nicht. Löst sie also in der lauwarmen Milch auf und gebt eine Prise Zucker dazu.

Vermischt das Mehl, die beiden Zuckersorten und die Gewürze, dann gebt die Hefe-Milch dazu. Knetet das Ei und die weiche Butter zuletzt unter und gebt die Rosinen dazu. Wenn Ihr einen geschmeidigen, nicht mehr übermäßig klebrigen Teig habt, lasst ihn abdeckt an einem warmen Ort (z.B. dem Ofen auf max. 50°C Umluft) aufgehen. Wenn nicht, gebt noch etwas Mehl dazu.

Legt jetzt zwei Backbleche mit Backpapier aus und mehlt Eure Arbeitsfläche.

Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt hat, oder nach etwa 1 bis 1,5 Stunden könnt Ihr den Teig aus seiner Schüssel holen und ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten. Er sollte schön elastisch sein und nicht an den Fingern kleben. Formt aus Eurem Teig 12 gleich große, möglichst runde Kugel und setzt diese mit ausreichend Abstand auf die vorbereiteten Bleche. Lasst sie dort noch einmal abgedeckt etwa 30 Minuten gehen. Heizt in dieser Zeit den Ofen auf 190°C Ober- / Unterhitze vor.

Wenn die Brötchen noch einmal größer geworden sind, könnt Ihr sie kreuzförmig mit einem scharfen Messer einritzen. Und dann können sie gebacken werden. Beide Bleche auf einmal im Ofen sind kein Problem, wenn Ihr sie nach der Hälfte der Backzeit austauscht, damit beide von oben gebräunt werden. Nutzt diesen Tauschvorgang auch noch, um Eure Teiglinge dünn mit etwas Milch zu bestreichen. Das sorgt für eine schönere Bräunung.

Habt beim Backen ein Auge auf die Hübschen, jeder Ofen bäckt anders und zwischen goldbraun und schwarz verläuft ein schmaler Grat 😉

Gebt vor Ablauf der Backzeit etwas Marmelade in eine Schüssel, vermischt sie mit einem Esslöffel Wasser und erhitzt beides kurz, um eine flüssige Konsistenz zu bekommen. Bestreicht die Buns damit, wenn sie frisch aus dem Ofen kommen. So glänzen sie später schön.

Und dann kann eigentlich auch schon geschlemmt werden…

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Tipp: Die Briten bestreichen die süßen Brötchen, genauso wie ihr geliebtes Tea Bread und Scones gerne mit Butter und / oder dem traditionellen Lemon Curd, einem klebrig-süßen Brotaufstrich aus Zitronen, Zucker und Eigelben, dessen Konsistenz an cremigen Honig erinnert. Unbedingt probieren!

Viel Freude damit!

 

Bis bald,

Eure Laura

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