Scharfes Schoko-Sauerkirsch-Chili-Törtchen

Huhu Ihr Lieben 🙂

Es wird Zeit für ein bisschen soul food! Ich als bekennender Chocoholic stelle mir da sofort eine gewaltige Schokobombe vor, schön dunkel mit viel Creme und saftigen Böden.

Dieses Törtchen habe ich mir zum Geburtstag für einen lieben Menschen ausgedacht und der Beschenkte ist ein großer Fan von allem, was mit Chili zu tun hat und sehr dunkler Schokolade. Dazu kommt meine (momentane) Leidenschaft für Sauerkirschen, vor allem in Kombination mit Schokolade und fertig war die Idee eines Schoko-Törtchens mit Sauerkirsch-Chili-Kompott und dunkler Schoko-Sahne-Creme.

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Ich habe mich bewusst für eine 18er-Form entschieden, da die Torte ein bisschen extrem mächtig ist… und daher kleine Stückchen vollkommen ausreichen 🙂

Um auch von außen schon auf die leckere Füllung aufmerksam zu machen, habe ich während des Aufstapelns beschlossen, sie als „Naked Cake“ zu belassen, das heißt, sie nicht einzustreichen, sodass alle Schichten sichtbar sind. Und ganz ehrlich, wie die Schoko-Creme und die Kirschen an den Seiten herausspitzen… das macht doch eindeutig Lust auf mehr, oder?

Geschmeckt hat das Ganze dann auch wirklich grandios, ich war selbst begeistert von der Kombination. Und die Chili war wirklich nicht dominant, weshalb auch die Nicht-Scharfesser am Tisch auf Ihre Kosten kommen konnten. Wer es etwas kräftiger mag, der dosiert einfach etwas mehr.

Für den tollen Schoko-Boden habe ich mich übrigens bei der Kuchenkönigin inspirieren lassen und nur den Zucker etwas reduziert, weil das Törtchen etwas herber werden sollte.

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Und jetzt höre ich auf, Euch den Mund wässrig zu machen und verrate Euch das Rezept:

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Alice im Wunderland-Törtchen mit schwarzem Tee und Zitrone

Hallo Ihr Lieben 🙂

Wie Ihr ja vielleicht wisst, lege ich im Herbst diesen Jahres meine Staatsexamensprüfungen, unter anderem in Englischer Literaturwissenschaft, ab. Zur Vorbereitung und auch mit großer Begeisterung lese ich deshalb zur Zeit die schönsten Bücher meiner Kindheit noch einmal im englischen Original und freue mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ich ein berühmtes Zitat entdecke 😉

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Ich mag es ganz besonders, wenn in den Büchern von wunderlichen Speisen und Getränken die Rede ist, deren Geschmack und Aussehen ich mir schon früher in den buntesten Farben ausgemalt habe. Mein heutiges Rezept ist daher eigentlich eher eine Dekorations-Idee, oder ein Thema für eine Motto-Party.

Wer an Alice im Wunderland denkt, hat sofort das Fläschchen mit dem „Drink me“-Etikett und den kleinen Kuchen mit der Aufschrift „Eat me“ vor Augen, die Alice groß genug wachsen und klein genug schrumpfen lassen, um an einen Schlüssel auf einem hohen Tisch heranzureichen oder durch eine winzige Tür zu passen.

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Ich habe mich schon immer gefragt, wie dieser Kuchen wohl schmecken würde. Welche Assoziationen habt Ihr im Kopf, wenn Ihr diesen Textauszug lest:

“ […] Soon her eye fell on a little glass box that was lying under the table: she opened it, and found in it a very small cake, on which the words ‘EAT ME’ were beautifully marked in currants. ‘Well, I’ll eat it,’ said Alice, ‘and if it makes me grow larger, I can reach the key; and if it makes me grow smaller, I can creep under the door; so either way I’ll get into the garden, and I don’t care which happens!’

She ate a little bit, and said anxiously to herself, ‘Which way? Which way?’, holding her hand on the top of her head to feel which way it was growing, and she was quite surprised to find that she remained the same size: to be sure, this generally happens when one eats cake, but Alice had got so much into the way of expecting nothing but out-of-the-way things to happen, that it seemed quite dull and stupid for life to go on in the common way.

So she set to work, and very soon finished off the cake. […]“

(Carroll, Lewis. Alices´s Adventures in Wonderland. Chapter I.)

Ich musste (auch wegen der Tee-Zeremonie des verrückten Hutmachers) sofort an den Geschmack von gesüßtem schwarzem Tee denken. Und von meinem England-Urlaub hatte ich noch ein Glas Lemon-Curd, welches ganz wunderbar zum süßen Fondant und dem herben Tee passt und dazu noch „very British“ daherkommt.

Apropos Fondant: Der ist ja der eigentliche Clou, an den sonst eher gewöhnlichen Muffins. Ich wollte unbedingt ein Design, das an Alice blaues Kleid mit der weißen Schürze aus der Disney-Verfilmung (und anderen) angelehnt ist. Dazu habe ich die Küchlein mit Lemon-Curd gefüllt, mit Zitronen-Buttercreme eingestrichen, dann mit hellblauem Fondant eingedeckt und ein weißes „Spitzendeckchen“ als Topper modelliert. Das obligatorische „EAT ME“ habe ich in Form einer Fahne umgesetzt, weil keine Zuckerschrift fein genug ist, um auf dem winzigen Törtchen noch lesbare Buchstaben zu zaubern.

Der rote Zaubertrank ist bei mir rot gefärbtes Wasser eine Tinktur nach streng geheimer Rezeptur, die ich Euch leider nicht mitteilen darf. Für Eure Mottoparty könnt Ihr hier aber natürlich auch rote Bowle, Limonade oder Kirschsaft verwenden 😉

Und jetzt los zum Rezept, oder ab zum Bücherregal…

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Valentinstag #2: Red Velvet-Herz mit Frischkäse-Frosting

Huhu Ihr Verliebten!

Mein zweites Rezept für den Valentinstag dieses Jahr ist mir schon lange im Kopf herum gespukt und wollte unbedingt gebloggt werden. Es ist einer meiner liebsten Kuchen und es gibt ihn bei uns absichtlich selten, damit er etwas Besonderes bleibt 🙂

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Nicht nur wegen der tollen roten Farbe des Teigs ist der „Red Velvet“ (zu deutsch: Roter Samtkuchen) bestens für romantische Anlässe geeignet. Hier ist nämlich für jeden Geschmack etwas dabei! Schokolade, Saftigkeit und cremiges, frisches Frosting…

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Red Velvet stammt aus den USA und ist in unseren Breiten nicht soo verbreitet. Deshalb eignet er sich auch super, um die / den Liebste/n mal mit etwas Neuem zu überraschen.

Die rote Farbe des Teigs kommt übrigens von der chemischen Reaktion der Zutaten Natron, Kakaopulver und Essig. Huch? Essig im Kuchen? Keine Sorge, davon schmeckt man später praktisch nichts mehr. Dennoch gibt die Kombination dem Teig einen ganz einzigartigen Geschmack, den ich sehr liebe und Euch nur wärmstens empfehlen kann 😉

Wenn Euer Teig allerdings richtig tief rot werden soll, muss auf jeden Fall mit Lebensmittelfarbe nachgeholfen werden. Die leichte Rotfärbung durch die chemische Reaktion ist kaum sichtbar und Euer Teig sieht aus wie ein normaler Schokokuchen. Und das wollen wir ja zu Valentinstag nicht…

Das Frosting aus Frischkäse ist in den USA auch relativ typisch und gehört zum Red Velvet unbedingt dazu, weil die Geschmäcker sich wunderbar ergänzen.

Ich habe mich hier dagegen entschieden, die Torte komplett einzustreichen. Stattdessen ist ein „Naked-Cake“ entstanden, der sich dadurch auszeichnet, dass die Böden seitlich zu sehen sind und die Cremes leicht dazwischen hervorscheinen. Diese Art der Dekoration ist besonders für diejenigen von Euch geeignet, die nicht so gern sehr exakt arbeiten… Die leicht unordentliche Creme-Verteilung ist hier durchaus gewollt und kein Problem 😉

Die herzförmige Backform passt natürlich auch perfekt zum Valentinstag und durch den „Naked-Cake“ wird ein zusätzlicher Effekt an den Seiten geschaffen, der diese Torte zu etwas ganz Besonderem macht!

Dekoriert habe ich das Törtchen mit Zucker-Herzchen, Kussmündern und Herz-Kerzen. Wer es ein wenig puristischer mag, der lässt das Ganze einfach weg und lässt den Red Velvet ganz für sich sprechen…

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Wie Ihr das Törtchen nachbacken könnt? Das erfahrt Ihr hier…

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Herbstliches Apfel-Karamell-Törtchen mit Baiser

Huhu Ihr Lieben!

Bei mir geht es zur Zeit etwas turbulent zu… die Uni beginnt am Montag wieder und so einiges will noch während der Ferien erledigt werden, bevor der Alltag mich wieder eingeholt hat.

Dazu gehört für mich definitiv auch, liebe Menschen einzuladen, die man viel zu lange nicht gesehen hat und die es verdienen, mit einer herbstlichen Kaffeetafel überrascht zu werden. Die einzige Bitte meines Kaffeegastes dabei war, „auf keinen Fall Marzipan“ in der versprochenen Herbst-Torte zu verarbeiten.

Gut, damit fiel mein wunderbarer Apfel-Mandel-Kuchen, den ich in Gedanken schon fast in den Ofen geschoben hatte, natürlich flach. Aber Äpfel glänzen zum Glück ja auch in zahlreichen anderen Kombinationen und bei einem Blick auf meine Herbstdeko in warmen Erdtönen kam mir sofort Karamell als weitere Zutat in den Sinn. Ein Apfel-Karamell-Törtchen sollte es also werden, für die Rafinesse noch mit einem hübschen Baiserhäubchen geschmückt. Und was soll ich sagen… die Gäste waren begeistert und der Aufwand ist wirklich überschaubar! So konnte ich dieses Wochenende noch genug Herbstsonne draußen tanken, Kastanien sammeln und durch bunte Herbstwälder streifen…

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Zum Nachbacken geht es hier weiter….



Man nehme für eine Springform (20cm Durchmesser):

1 kleiner Apfel

100g Margarine

125g Zucker

1 Päckchen Vanille-Zucker

3 Eier

125g Mehl

2 Teelöffel Backpulver

50g gemahlene Haselnüsse

50ml Milch

1 Schuss Zitronensaft

1 Prise Salz

1 Päckchen Gelatine (gemahlen, weiß)

250g Mascarpone

100g Apfelmus

100g Karamell-Brotaufstrich (z.B. von Lotus: Biscoff)

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Den Backofen auf 150°C (Umluft) vorheizen. Den Apfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch fein reiben. Eine Springform (20cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen.

Die Margarine mit 75g Zucker und dem Vanillezucker schaumig aufschlagen. Die Eier trennen. Eigelbe zum Butter-Zucker-Gemisch geben. Mehl, Backpulver und Haselnüsse zunächst in einer separaten Schüssel vermischen, dann abwechselnd mit der Milch zum Teig geben und gut verrühren. Den geriebenen Apfel etwas mit der Hand ausdrücken, um den Teig nicht zu sehr zu verwässern und zum Schluss dazugeben. Teig ca. 30 Minuten vorbacken.

Jetzt geht es an´s Baiser: Während der Teig schonmal vorbäckt, schlagt Ihr die übrigen Eiweiße mit einem Schuss Zitronensaft und einer Prise Salz schön steif auf. Lasst nach und nach die restlichen 50g Zucker einrieseln. Nehmt den Teig nach 30 Minuten aus dem Ofen, verstreicht den Eischnee gleichmäßig darauf und backt das Ganze noch einmal 20 Minuten weiter. Ab und zu solltet Ihr die Form mal drehen, damit das Baier gleichmäßig bräunt. Dann herausnehmen und vollständig auskühlen lassen, am Besten äußeren Ring dazu entfernen.

In dieser Zeit kann die Creme zubereitet werden: Zuerst die gemahlene Gelatine nach Packungsanleitung einweichen. Mascarpone, Apfelmus und Karamell-Brotaufstrich verrühren. Gelatine auf dem Herd wieder verflüssigen und langsam mit der Creme angleichen (d.h. immer einen Löffel der Creme in die Gelatine und dann etwas Gelatine in die Creme, bis die Temperaturen sich angeglichen haben). Die Creme, nachdem die Gelatine vollständig in der Creme aufgelöst wurde, in den Kühlschrank packen.

Den ausgekühlten Kuchen einmal waagerecht aufschneiden und die mittlerweile angedickte Creme gleichmäßig darauf verstreichen. Deckel wieder draufsetzen. Wer möchte, kann noch etwas Karamell-Brotaufstrich verflüssigen und auf das Baiser sprenkeln.

Nochmal mindestens eine Stunde kaltstellen und dann… genießen!

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Viel Freude beim Nachbacken und genießt die schönen Herbsttage 🙂

Liebste Grüße,

Eure Laura von glueckistbackbar